Wirtschaft

Ackerbau, Viehzucht, Jagd - eine differenzierte Wirtschaftsweise

Typische neolithische Getreidemühle aus Herxheim
Typische neolithische Getreidemühle aus Herxheim
Emmer im Museumsgarten

Die Menschen der Bandkeramik lebten in erster Linie von Ackerbau und Vierzucht. Emmer und Einkorn – nicht nur im Bild, sondern auch im Museumsgarten zu bestaunen – waren die bevorzugten Getreidesorten. Daneben wurden vor allem öl- bzw. fettreiche Feldfrüchte wie Linsen und Erbsen angebaut.

Schafe und Ziegen hatten die Bandkeramiker aus dem nahen Osten importiert bzw. mitgebracht. Rind und Schwein können auch erst in Europa domestiziert worden sein. Alle diese Tierarten sind in Herxheim durch zahlreiche Knochenfunde nachweisbar und im Museum ausgestellt. Dabei liegt ein Schwerpunkt der Ausstellung auf den Möglichkeiten, welche die wissenschaftliche Analyse von Tierknochen bietet.

Jagd und Fischfang spielte in der Regel eine untergeordnete Rolle, so auch in Herxheim. Sicher wurde Schutzjagd betrieben, auch die Jagd auf Vögel und kleiner Pelztiere ist nachgewiesen. Mit Reusen, Angelhaken und Harpunen wurden Fische innerhalb der Flüsse und Seen gefangen.