Das "Steinzeithaus"

Das "Steinzeithaus" auf der Landesgartenschau
"sKULpTUR", Haus und Brunnenkasten
Virtuelle Rekonstruktion der Herxheimer Steinzeitsiedlung

Ein Projekt des Museums Herxheim in Kooperation mit der GDKE, Direktion Landesarchäologie Speyer, und Kurt Garrecht, Landschaftsarchitekt, Herxheim

Für die Landesgartenschau Landau 2015 konzipierte das Museum Herxheim die Ausstellung Opens internal link in current window"Die Entstehung der Kulturlandschaft". In deren Mittelpunkt stand ein "Steinzeithaus", aufgebaut zwischen typischen Wald- und Kulturpflanzen der Jungsteinzeit. Dieses Steinzeithaus wurde im Sommer 2016 westlich von Herxheim wieder aufgebaut - an jenem Ort, an dem bereits vor 7500 Jahren steinzeitliche Siedler in solchen Häusern gewohnt hatten.

Ergänzt wird das Steinzeithaus um den Brunnenkasten, der aus gespaltenen Eichenstämmen in Blockbauweise zusammengesetzt wurde, und um das Kunstwerk „sKULpTUR“, das eine Projektgruppe der Kunstschule Villa Wieser Herxheim entworfen und erbaut hat. Es zeigt eine um das Vielfache vergrößerte Steinzeitaxt, mit der vor 7500 Jahren die heimischen Urwälder gerodet und die Langhaus-Dörfer errichtet worden waren. Beides, Brunnen und Riesenaxt, komplettierten das Steinzeit-Ensemble bereits auf der Landesgartenschau 2015. Vervollständigt wird das Ganze durch Texttafeln am Haus. Eine mögliche Vorstellung vom Aussehen der steinzeitlichen Siedlung und der Landschaft zeigen die virtuellen Rekonstruktionen von Opens external link in new windowArchaeoflug.

Auf den folgenden Seiten finden Sie ergänzende Informationen zur Ausstellung  auf der Landesgartenschau und zur Jungsteinzeit, zu den Menschen der Linearbandkeramischen Kultur und ihrer Lebens- und Wirtschaftweise.

 

Das Ausstellungsprojekt auf der Landesgartenschau Landau 2015:

Geplant wurde das Steinzeithaus vom Museum und dem Landschaftsarchitekten Kurt Garrecht nach Befunden, die bei archäologischen Grabungen auf Fundplätzen der jungsteinzeitlichen Linearbandkeramischen Kultur dokumentiert wurden. Errichtet wurde es mithilfe von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, denen unser Dank gilt.

Unser Modell ist 15m lang und 5m breit - und damit schmaler und auch deutlich kürzer als die meisten archäologisch festgestellten Hausgrundrisse.

Neben dem Haus stehen ein Brunnenkasten aus gespaltenen Eichenbohlen, ebenfalls nach Grabungsbefunden der Linearbandkeramik errichtet, und ein Kunstwerk, das unter dem Titel "sKULpTUR" ein vielfach vergrößertes Steinbeil als Symbol für den Beginn von Rodungen und Ackerbau darstellt. Den Wandel vom Urwald zur Kulturlandschaft zeigen Eiche, Ulme und Linde, Hasel, Wolliger Schneeball, Kornelkirsche und Schlehe, sowie Nutzpflanzen wie Einkorn, Emmer, Linse, Lein usw.

Aktionstage am Steinzeithaus

Schülerinnen und Schüler arbeiten an Wänden und Hölzern des Herxheimer Steinzeithauses

27. April 2017: Fleißige Schulklassen 7e und 7f aus Herxheim

22. Juni 2017: Wiederum fleißige Herxheimer - diesmal die Klassen 7g und 8b