Keramik

„Leitfossil“ der Jungsteinzeit – die Keramik

Ensemble bandkeramischer Scherben, die sich in großen Mengen in Herxheim fanden
Ensemble bandkeramischer Scherben, die sich in großen Mengen in Herxheim fanden

Die charakteristischen Tongefäße der Bandkeramik sind Namen gebend: Vor allem durch die sehr auffälligen Verzierungen, die sich leicht von anderen Verzierungsstilen der Geschichte unterscheiden lassen. Die Herxheimer Ausgrabungen waren gerade im Bereich der Keramik außerordentlich ergiebig. Neben den üblichen Gefäßformen Kumpf und Flasche wurden auch zahlreiche Sonderformen entdeckt, die an der Universität Straßburg wissenschaftlich analysiert wurden und selbstverständlich im Museum im Original zu sehen sind.

Am Herxheimer Fundmaterial lässt sich die Entwicklung der bandkeramischen Verzierungen von den Anfängen bis zur lokalen pfälzischen Spätphase gut nachvollziehen. Daneben wurden im Fundmaterial auch Importe entdeckt, die Verbindungen bis nach Thüringen und ins Pariser Becken anzeigen. Das Museum geht auf diese Besonderheiten der Herxheimer Fundmaterials ausführlich ein und ermöglicht auch Laien, die wissenschaftlichen Erkenntnisse leicht nach zu vollziehen.