Sonderausstellungen 2012

hände formen ideen - Werkzeuggeschichte(n) zwischen Neolithikum und Antike

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Finissage am 13. Januar mit Quiz und Steinzeit-Kino

Gemeinsam mit Studierenden der Universität Heidelberg erzählt das Museum Herxheim Geschichten rund um Werkzeuge von der Jungsteinzeit bis zu den Römern - vom neolithischen Massenmord von Talheim, von einem Bronzegießer aus der Lausitz und von Feuersteindolchen mit „Fischschwanz“. Von den „unsichtbaren“ Werkzeugen des bronzezeitlichen Goldschmiede von Schifferstadt, von der Eisenindustrie der Kelten und dem Schatz von Neupotz.

hände formen ideen - Zahlreiche Leihgaben aus Berlin, Mainz, Leipzig, Heilbronn, Karlsruhe, Halberstadt und anderen Häusern werden ergänzt durch vielfältiges Bild- und Filmmaterial. An Mitmachstationen sind die Besucher eingeladen, selbst Hand anzulegen. Und an unseren Aktionstagen werden vorgeschichtliche Schmiede- und andere Techniken vorgeführt.

Ein Begleitbuch zur Ausstellung ist im Museum erhältlich.

Finissage: Am Sonntag, 13. Januar, öffnet das Museum Herxheim zum letzten Mal die Türen zur Ausstellung „hände formen ideen. Werkzeuggeschichte(n) zwischen Neolithikum und Antike“.

Zum Abschluss der beliebten Ausstellung mit prunkvollen Beilen aus Jade und dem Goldhut von Schifferstadt veranstaltet das Museum Herxheim eine Finissage mit Steinzeit-Kino und einem Quiz für Kinder. Bei diesem Quiz können die jungen Mitspielerinnen und Mitspieler auch etwas gewinnen – passenderweise ein Werkzeug aus Schokolade!

Das Steinzeit-Kino beginnt um 15 Uhr im Gewölbekeller des Museums. Gezeigt werden ein Spielfilm und Dokumentationen. Dazu gehören Filme über archäologische Experimente mit steinzeitlichen Werkzeugen sowie die arte-Wissenschaftsdokumentation „Der Neandertaler-Code“. Dieser Film von Tamara Spitzing verfolgt die spannende Suche deutscher Hightech-Gen-Jäger nach dem Neandertaler-Genom und zeigt ein neues, wohlwollendes Bild der Neandertaler. Sind sie unsere Brüder und Schwestern? Was haben sie mit Rodeoreitern gemeinsam? Wie gingen sie mit ihren Verstorbenen um? Waren sie Kannibalen?

Im Zentrum des Steinzeit-Kinos steht der unterhaltsame Familienfilm „The Flintstones – Die Familie Feuerstein“. Die amüsanten Abenteuer von Fred Feuerstein und seinem besten Freund Barney Geröllheimer erzählen augenzwinkernd von unvergänglichen menschlichen Lastern und Tugenden.

 

Das Museum hat von 11 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt am Finissage-Sonntag ist frei.


Knochenschüttler, Drahtesel, Veloziped

Knochenschüttler, Drahtesel, Veloziped
Knochenschüttler, Drahtesel, Veloziped

Historische Fahrräder der Sammlung Frank Krämer, Landau

6. Mai - 24. Juni

Fahrräder waren immer mehr als nur Fortbewegungsmittel. Seit dem 19. Jahrhundert ermöglichten sie individuelle Mobilität von zuvor ungekanntem Ausmaß. Für ihre Besitzer waren sie Statussymbole und Zeichen für Fortschrittlichkeit. Die Sportlichkeit, die man als Fahrradbesitzer manifestieren konnte, entsprach dem neuen Geist der Moderne. So ließen sich Vertreter des aufstrebenden Bürgertums in Fotoateliers nicht nur in der Sonntagstracht, sondern auch mit Fahrrad ablichten.

Die Ausstellung im Museum Herxheim zeigt eine Auswahl historischer Fahrräder aus der Sammlung Frank Krämer in Landau. Aus mehreren Dutzend Fahrrädern, die Krämer nicht nur gesammelt, sondern auch restauriert hat, wurden einige bemerkenswerte Vertreter ausgewählt, die die Zeitspanne vom späten 19. Jahrhundert bis in die 1950er Jahre sichtbar machen.

Vernissage am 6. Mai - mit einer Führung durch Frank Krämer

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Steine erzählen Geschichten.

Steine erzählen Geschichten | Fotografien von Annelie Herzog
Steine erzählen Geschichten | Fotografien von Annelie Herzog

Fotografien von Annelie Herzog

11. Mai bis 24. Juni

Die Fotografin Annelie Herzog richtet ihren ganz eigenen Blick auf alte Gebäude - ein Blick, der die Biographie dieser Bauwerke freilegt und sie erkennen lässt als von Menschen für die nachfolgenden Generationen gemachte Objekte. Dadurch verlieren sie aber ihren Objektstatus und werden zu selbst Subjekten, die ihre Lebensgeschichte erzählen.
Das behutsam restaurierte Fachwerkbauernhaus des Museums Herxheim ist der ideale Ort, diese Geschichten lebendig werden und die Bilder sprechen zu lassen. Annelie Herzog sagt dazu:
"Ich freue mich sehr hier ausstellen zu können. Meine Fotografien ‚Steine erzählen Geschichten' passen ganz wunderbar in das archäologische Thema des Museums. Ich empfehle jedem einen Rundgang durch das Museum. Das ist höllisch interessant, hier auf den Spuren der pfälzischen Geschichte zu wandeln, sich darauf einzulassen und zu sehen, wie die ‚Bandkeramiker‘ gelebt haben. Vor allem die Bestattungsriten in den letzten Jahren geben Rätsel auf.“

Vernissage 11. Mai 19 Uhr mit Live-Musik von "ääfach annerschd"

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Problemzone | Frauen und Schönheitsideal

Problemzone | Frauen und Schönheitsideal
Problemzone | Frauen und Schönheitsideal

4. März bis 1. April 

Gezeigt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Brot und Rosen“ der Gleichstellungsbeauftragten der Region

Betroffen darüber, wie heutige Mädchen und junge Frauen ihre Jugend zwischen Diäten und Schlankheitswahn verbringen, haben die beiden Sozialpädagoginnen Eliska Matousek und Martina Roët die Wanderausstellung „PROBLEMZONE“ gestaltet: Ein begehbares Waagenfeld mit 100 funktionstüchtigen Waagen im Dialog mit wechselnden Kunstobjekten, Collagen aus Modemagazinen auf Knäckebrotscheiben, lebensgroßen Schattenrissen, einem Kühlschrank mit Spiegeln u.a.

Durch die Möglichkeiten der Interaktion kommen die Jungs und Mädchen, Frauen und Männer unmittelbar mit dem Thema, mit sich selbst und mit anderen in Kontakt. Ein Besuch der Ausstellung kann als Einstieg in die Auseinandersetzung mit dem Thema Essstörungen dienen.Im Verlauf der Ausstellung werden zwei öffentliche Abendvorträge in Herxheim die Inhalte vertiefen. Zusätzliches pädagogisches Begleitmaterial ist für Präventionsveranstaltungen einsetzbar.

Vernissage am 4. März, 11 Uhr, im Museum - mit einer Kurzlesung von Sieglinde Eberhart


Vom Brot zum Magenbrot zum Schokokuss

Vom Brot zum Magenbrot zum Schokokuss
Vom Brot zum Magenbrot zum Schokokuss

Ein Herxheimer Firmenjubiläum 1911-2011 

4. Dezember 2011 – 12. Februar 2012 

 

Eine Ausstellung im Museum Herxheim lässt die 100jährige Geschichte der Süßwarenfabrik Eugen Trauth & Söhne Revue passieren. In der Firmengeschichte bündelt sich Zeitgeschichte des letzten Jahrhunderts, vom Ersten Weltkrieg über den Einzug der Maschinen in die Produktion bis zur heutigen Zeit der großen Supermärkte. 

Anekdotisch zeigt die Ausstellung ebenso die Geschichte eines Naschwerks, das von Anfang des letzten Jahrhunderts bis heute jung und alt begeistert, vom „Mohrenkopf zum Negerkuss zum Schokokuss“. Und in Interviews mit ehemaligen Mitarbeiterinnen erzählen diese in lebendigem Plauderton über die Arbeit in der „Mohrekoppfabrik“, über Frauenleben und Frauenarbeit. 

Ausstellungsgestaltung und Installationen: Martin Metz, Dipl. Designer, Hayna

Film: Christian Schega, Landau

Grafik und Fotographie: Yazede Weiler und Frank Hügle, Karlsruhe

Konzeption und Recherche: Rosa Tritschler