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19.07.2017 09:01 Alter: 94 days

Vernissage: Luft|Bild|Art | Freitag, 25. August, 19 Uhr


Sonderausstellung im Museum Herxheim

25. August bis 29. Oktober 2017

Mit der neuen Sonderausstellung betritt das Museum Herxheim absolutes Neuland. Angesiedelt im Grenzland zwischen Wissenschaft, Fliegerei und Kunst werden mehr als zwei Dutzend großformatige Bilder gezeigt, die zu bersten scheinen von Formen, Farben und Strukturen. Entstanden sind sie in einem langen Prozess, an dem Fotokameras, Ultraleichtflugzeuge, Computer und viel menschliche Kreativität beteiligt waren.

Geschaffen wurden sie von Roland Seidel, Mitglied der Gruppe archaeoflug, die mit Hilfe von Fotografien aus der Vogelperspektive das im Boden unter unseren Füßen verborgene archäologische Kulturerbe der Pfalz aufdecken.

Die Schau führt uns künstlerisch in ein Spiel von Mustern, Spiegelungen, Wiederholungen. Zugleich erinnern sie uns an die historisch gewachsenen, in jüngerer Zeit aber stark genutzten Landschaften und an die Verletzlichkeit der Landschaft und der darin geborgenen Bodendenkmäler.

Die Ausstellung wird im Beisein des Künstlers mit einer Vernissage am 25.8. eröffnet. Zur Einführung spricht Dr. Andy Reymann, Universität Frankfurt, über die vielfältigen und oft verborgenen Verbindungen zwischen Archäologie und Kunst. Diese Verbindungen finden sich z.B. im Wechsel zwischen „Verbergen“ und „Enthüllen“, im Bewahren und Finden, im Unsichtbaren und Sichtbar gemachten.

 

Die Musik zur Vernissage wird ebenso ungewöhnlich wie die Ausstellung selbst: Es spielen Samer Alhalabi an der Oud und Thomas Greiner an der Gitarre. Samer Alhalabi kam Ende 2015 als Flüchtling aus Syrien nach Leimersheim. Seine beeindruckenden Fähigkeiten an der Oud, einer arabischen Laute, halfen ihm zunächst auf musikalischem Wege zu kommunizieren. Bereits zum Weihnachtfest desselben Jahres – noch ohne Deutschkenntnisse – spielte er auf Initiative von Waltraud Zehnder-Liedke in der Kinderchristmette. Dies war der erste gemeinsame Auftritt mit Thomas Greiner. Das Duo Samer & Thomas kann man als Beispiel einer gelungenen Integration eines Neuankömmlings betrachten. Es ist aber viel mehr als das. Beide Musiker verbinden nicht nur syrisch-arabische und europäisch-westliche Musik, sie öffnen beide (musikalischen) Welten für einander und verändern so auch unseren Blick auf Altbekanntes. Das Repertoire der beiden Musiker reicht quer durch die Klassik, über Jazzstandards und lateinamerikanische Rhythmen bis hin zum deutschen Volkslied. Heute verstehen es Samer und Thomas hervorragend, syrisch-arabische Klänge mit westlichen Hörgewohnheiten zu einem faszinierenden Klanggewebe zu verknüpfen.