< Buchvorstellung zum Herxheim-Projekt | 15. Januar 2017 15 Uhr
12.01.2017 21:14 Alter: 162 days

Vortrag: "Pestgelöbnisse an Rhein und Main" | Freitag, 20. Januar 19 Uhr


Bingen, Rochuskapelle ((C) Georg Dahlhoff)

"Pestsäule" in Herxheim

Das Museum Herxheim lädt zum zweiten Vortrag im Rahmen der aktuellen Opens internal link in current windowSonderausstellung „Brot für Leib und Seele. Laurentiusbrot – 350 Jahre Tradition in Herxheim“. Das Museum erwartet am Freitag, 20. Januar, den Historiker Dr. Bernd Blisch. Unter dem Titel „Pestgelöbnisse an Rhein und Main“ spricht er über die Pest von 1666. Er zeigt, wie die unter der Plage leidenden Menschen in Deutschland ihr Heil in der Religion suchten und Krankheit und Tod mit Frömmigkeit und Schwüren begegneten.

In Herxheim ist das Brotgelübde bis heute fester Bestandteil des Jahreskreislaufs. Dieses "Laurentiusbrot" ist eines der vielen möglichen verschiedenen Gelöbnisse, die in der Hoffnung abgelegt wurden, die Pest der Jahre 1665-66 abwenden oder abmildern zu können. Weitere Beispiele sind die Errichtung der Rochuskapelle in Bingen, die dem „Pestheiligen“ St. Rochus gewidmet wurde, und die Prozession in Flörsheim am Main, die seit 1666 jährlich abgehalten wird. Mangels medizinischer Hilfe blieb den Menschen im 17. Jahrhundert angesichts des zurückgekehrten „Schwarzen Todes“ nicht viel mehr als das Hoffen auf göttliche Hilfe. Messen und Prozessionen waren ein gängiges Mittel gegen die Pest. Beides trug allerdings eher zur Verbreitung der Krankheit bei.

Dr. Bernd Blisch lehrt als Historiker an der Universität Mainz und ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektbüro Stadtmuseum der Landeshauptstadt Wiesbaden.

Freitag, 20. Januar 2017, 19 Uhr: "Pestgelöbnisse an Rhein und Main"

Vortrag von Dr. Bernd Blisch