Brot für Leib und Seele

Brotweihe in Herxheim
Brotweihe in Herxheim
Frühchristlicher Brotstempel aus Eisenberg
Heilmittel ( (c) Apothekenmuseum Heidelberg)

Laurentiusbrot - 350 Jahre Tradition in Herxheim

25. November 2016 bis 29. Januar 2017

 

verlängert bis 19.2. 2017!

 

Vor 350 Jahren, während der Pest, die in Herxheim einen Großteil der Bewohner auslöschte, gelobte man, jedes Jahr an die Hilfe der Nachbargemeinden zu erinnern und daran, wie wichtig es ist, miteinander zu teilen und zu helfen. Seitdem besteht die Tradition der Brotweihe.

Die Pestepidemie von 1663-1668 verbreitete sich von der Nordsee her schnell aus und erreichte 1666 Herxheim. Wer damals von der Pest befallen war, wurde unter Quarantäne gestellt und konnte nur darauf hoffen, dass ihm Freunde und Nachbarn Essen zukommen ließen. Heute feiert Herxheim diese Solidarität am Tag des Hl. Laurentius, der der Legende nach im Jahr 258 den Kirchenschatz unter der armen Bevölkerung aufgeteilt hatte.

Mit dieser Sonderausstellung zum Jubiläum der Brotweihe lädt das Museum Herxheim nach umfangreichen Umbauarbeiten in seine neuen Räume ein. Die Ausstellung thematisiert nicht nur die Geschichte der Herxheimer Brotweihe, sondern auch die Pest und ihre gesellschaftlichen Folgen sowie die Geschichte des Brotes als Opfergabe. Sie stellt einigen lokalen Legenden die historischen Fakten gegenüber.

Seltene und außergewöhnliche Exponate aus Kirchen, Museen und von privaten Leihgebern verdeutlichen den geschichtlichen Kontext des Herxheimer Pestgelöbnisses und lässt die Besucher auf eine Reise durch die Zeit und zu Grundfragen unseres Zusammenlebens gehen.

Vernissage am 25.11.

Grußworte            Dr. Alexander Gramsch, Leiter Museum Herxheim

                             Pfarrer Arno Vogt, Pfarrgemeinde St. Laurentius Herxheim

                             Franz- Ludwig Trauth, Ortsbürgermeister Herxheim

Einführung            Dr. Michael Martin, Landau

Musik                    Original Brotweihe Combo 2016*

Vorträge

9. Dezember 2016, 19 Uhr

Unser täglich Brot: Vom Grundnahrungsmittel zum Genuss, Stefan Keller (Brot-Sommelier und Bäckermeister)

20. Januar 2017, 19 Uhr

Pestgelöbnisse an Rhein und Main, Dr. Bernd Blisch (Historiker, Universität Mainz und Stadtmuseum Wiesbaden)

 

* Die Original-Brotweihe-Combo besteht aus:

~Alexander Zotz, Bass

~Maximilian Knobloch, Gitarre

~Jan Molzberger, Gitarre

~Niklas Herrmann, Schlagzeug

~Noah Allmann, Piano

~Markus Metz, Technik, Koordination, Saxophon und Klarinette

~Pete Allmann, Gesang und Koordination …

 

… und sie spielt die musikalischen Highlights des Brotweihe-Jubliäums, z.B.:

*„Versprochen ist versprochen“ (Musik Pete Allmann, Text Ro Tritschler)

*„Improvisation nach Carmina Burana“ (Arrangement Noah Allmann, Markus Metz und die gesamte Combo)

*„Dona Panem Vitae“ (Text und Musik Pete Allmann)

*„Madrigal“ (Musik Noah und Pete Allmann)

*„Brotlieder-Medley“ (Lloyd-Webber, Laubach, Quast et al, arrang. Noah Allmann).

 

 

Menschen bei der Arbeit - Ein Gemäldezyklus von Christian Uhl

Menschen bei der Arbeit

26. Februar bis 3. April 2016

Opens internal link in current windowVernissage: 26.2.,  19 Uhr

Initiiert und beauftragt von der Josef-David-Stiftung entstand in den Jahren 2012 und 2013 eine Portraitserie von Menschen im Arbeitsleben. Der Speyerer Künstler Christian Uhl hat Mitarbeiter der Firma DBK David + Baader in den Werken in Rülzheim, Kandel und Wissembourg fotografiert und anschließend die ausgewählten Motive in Öl gemalt. Im Museum Herxheim treten die Bilder arbeitender Menschen in Dialog mit Werkzeugen und Erzeugnissen, die Menschen vor über 7000 Jahren in Herxheim geschaffen und genutzt haben.

Weiterführende Informationen zur Arbeitswelt vor 7000 Jahren finden Sie Opens internal link in current windowhier.

Zur Arbeit an diesem Portraitzyklus sagt Christian Uhl:

„Mein Thema, zu dem dieser Zyklus gehört, hat mit unseren, den menschlichen Bedingungen zu tun. Die ‚Conditio Humana‘. Unser Menschsein, die Art unseres Zusammenlebens. Wie gehen wir miteinander um, mit unserer Umgebung? 2005 habe ich begonnen großflächige Porträts – Gesichter – zu malen. Seit einiger Zeit beschäftigt mich auch der Hintergrund, der Raum, in dem der Mensch sich aufhält.

"Das Malen ist ein Versuch, mich dem Menschen anzunähern. Auf der Suche nach seiner Menschlichkeit, nach dem uns Einenden. Was ist das, was uns alle miteinander verbindet, uns über unsere Einmaligkeit erhebt? Brüderlichkeit?

"Das wichtige sind die Begegnungen mit den Menschen, – das entstandene Bild deren Essenz. Schicht um Schicht – manchmal sind es bis zu 20 Lasuren – wächst die Darstellung zum Bild. Durch den kontinuierlichen Farbauftrag finde ich langsam zu den dargestellten Menschen und in den Raum.

"Ein knappes Jahr hat es gedauert bis der gesamte Zyklus abgeschlossen war. Nach etwas Anlaufzeit, begannen die Bilder langsam mit mir zu sprechen. Mir wurde klar, was ich mache – im Bild: verstehen.“

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Die gemeinnützige Josef-David-Stiftung will einen Beitrag zum kulturellen Austausch und damit zum gegenseitigen Verständnis von Deutschen und Franzosen leisten. Schwerpunkte sollen dabei nach dem Willen des Stifters die Erhaltung und Schaffung kultureller Werte ebenso sein wie die Förderung sozialer Belange.

Vernissage zur Ausstellung

Freitag 26. Februar, 19 Uhr, im Museum Herxheim

Begrüßung

Dr. Alexander Gramsch, Museum Herxheim

Grußworte

Franz-Ludwig Trauth, Ortsbürgermeister

Prof. Dr. Harald J. Schäfer, Vorsitzender des Kuratoriums der Josef-David-Stiftung

Einführung

Dietrich Gondosch, Autor und Karrikaturist

Musik

Isabel Eichenlaub, Cello, Campanula, Loops