Die Entstehung der Kulturlandschaft - Ausstellung bei der Landesgartenschau Landau 2015


Die Entstehung der Kulturlandschaft vor 7500 Jahren

17. April bis 18. Oktober 2015

Seit 17. April 2015 sind die Tore der Opens external link in new windowLandesgartenschau in Landau geöffnet – und das Museum Herxheim eine eigene Ausstellung gestaltet!

AKTUELL: Experimentelle Archäologie im Steinzeitgarten, 27.-28. Juni (Opens internal link in current windowmehr erfahren)!

Auf einem Areal von 320 m² können die Besucher Steinzeit „hautnah“ erleben. Waldbäume, Lichtungspflanzen und ein Steinzeitgarten mit Pflanzen, die von den ersten Bauern nach Europa eingeführt wurden, zeigen die Veränderungen der Landschaft vor 7500 Jahren. Die meisten dieser Nutzpflanzen sind heute bei uns heimisch geworden, wenn auch in anderer Form, wie die „Urweizenarten“ Einkorn und Emmer.

Weiterführende Informationen zur Welt vor 7500 Jahren Opens internal link in current windowfinden Sie hier.

Den Mittelpunkt der Ausstellungsfläche bildet ein lebensgroßes Modell eines steinzeitlichen Langhauses. Aus entrindeten Baumstämmen, Weidenruten und Lehm ist ein 15 m langes, 5 m breites und 5 m hohes Haus entstanden – das mit diesen Maßen allerdings nur halb so groß ist wie die meisten Langhäuser, die die Bauern der „Linearbandkeramischen Kultur“ am Beginn der Jungsteinzeit errichtet hatten.

Mit Unterstützung von Experimentalarchäologen und ehrenamtlichen Handwerkern ist so ein realistischer Einblick in die Lebensweise der Zeit entstanden, als Ackerbau und Viehzucht nach Europa gebracht wurden. Während der LGS können Gruppen nach Anmeldung die Lehmwände weiter bauen und steinzeitliche Bautechnik mit eigenen Händen erfahren.

Den Wandel vom Urwald zur Kulturlandschaft zeigen zum einen zeittypische Bäume - Eiche, Ahorn, Linde und Ulme - und Sträucher, die an den vom Menschen geschlagenen Lichtungen wuchsen: Schlehe, Hasel, Wildrose, Wolliger Schneeball, Kornelkirsche. Zum anderen bauen wir Nutzpflanzen wie vor 7500 Jahren an: Einkorn und Emmer, Lein und Linsen usw.

Ergänzt wird diese Ausstellung durch einen Brunnen aus Spalthölzern, wie sie mehrfach bei archäologischen Ausgrabungen in linearbandkeramischen Siedlungen zutage traten, sowie durch informative Schautafeln.

Zudem ziert die Ausstellung ein imposantes Großkunstwerk, die "sKULpTUR", entstanden in Kooperation mit der Opens external link in new windowKunstschule Villa Wieser in einer Projektklasse unter Leitung von Francesco Jorio. Sie eröffnet einen kreativen Blick auf den Eingriff des Menschen in die Landschaft vor 7500 Jahren.

Damit nicht genug! Das Museum Herxheim bietet auch ein vielfältiges Programm für Schulklassen im Rahmen des „Opens internal link in current windowGrünen Klassenzimmers“ an. Das Angebot richtet sich an die Klassenstufen 3-8 aller Schularten. Auf dem Programm stehen:

  • „Die Feuersteinwerkstatt“

  • „Der Steinzeitbäcker“ und

  • „Schmuck und Amulette der Steinzeit“.

Kinder können für ein paar Stunden in die Welt der Steinzeit „abtauchen“ und mehr erfahren über die Lebensweise der ersten Steinzeitbauern und wie sie uns bis heute  prägt (Opens internal link in current windowweitere Informationen hier).

Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf unserem Gelände!

Den Fortschritt der Planung, Vorbereitung und Aufbauarbeiten können Sie in unserer Opens internal link in current windowFotogalerie verfolgen.

 

Unsere Kooperationspartner:

Kurt Garrecht, Freiraum und Grünplanung, Herxheim

Opens external link in new windowGemeindewerke und Gemeindegärtnerei Herxheim

Opens external link in new windowDirektion Landesarchäologie Rheinland-Pfalz, Außenstelle Speyer

Opens external link in new windowKunstschule Villa Wieser Herxheim

 

 

Tabak. Die Pfalz und der 'Duwak' - Eine lange Geschichte

Tabak- Foto von Karl-Ludwig Sattler
Tabak - Foto von Karl-Ludwig Sattler

Ausstellung mit Fotos von Dr. Karl-Ludwig Sattler

1. März bis 17. Mai 2015

Begleitprogramm:
3. Mai, ab 15 Uhr: Signier- und Gesprächsstunde mit Dr. Karl-Ludwig Sattler
6. Mai, 19:30 Uhr: "Tabakanbau in der Pfalz - Vergangenheit und Gegenwart" | Vortrag von Egon Fink, Tabakbausachverständiger des Bezirksverbandes Pfalz

Im Rahmen der „TABAK“-Ausstellung hat sich Egon Fink, Tabakbausachverständiger des Bezirksverbandes Pfalz, bereit erklärt, einen mit zahlreichen Fotos unterstützten Vortrag im Gewölbekeller des Museums zu halten. Fink wird nicht nur die unterschiedlichen Tabaksorten und Anbaumethoden vorstellen, sondern auch internationale Vergleiche ziehen. Schließlich wird er die neuesten Entwicklungen im Hinblick auf die angebauten Mengen aufzeigen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Besuch der Sonderausstellung.

10. Mai, 16 Uhr: "Magd, Knecht oder Zigarrenmacher - Die Zigarrenfabriken revolutionierten die Vorderpfalz" | Vortrag von Sebastian Arnold, Zweiter Vorsitzender Verein für Zigarrenmuseum Rödersheim-Gronau e.V.

Am Frühlingsmarktsonntag werden in der „TABAK“-Ausstellung in Herxheim nicht nur Tabakschneidemaschinen und Zigarrenwickelformen zu sehen sein – eher selten in unserer Region genutzte Tabakprodukte werden eine Rolle spielen: das Museum Herxheim lädt zu Schnupf- und Kautabakproben ein.

Wie noch vor gut einem halben Jahrhundert in Herxheim Zigarren per Hand hergestellt wurden, zeigt die Zigarrenwicklerin Hanne Stricker ab 15 Uhr. Die historische Entwicklung und Bedeutung der Herstellung von Zigarren in der Pfalz stellt ab 16 Uhr Sebastian Arnold in seinem Vortrag im Gewölbekeller des Museums vor. Er geht dabei insbesondere auf die sozialen Veränderungen durch die neuen Berufe ein.

 

nur noch bis 17. Mai:

Seit vielen Jahren dokumentiert der passionierte Fotograf Karl-Ludwig Sattler eine verschwindende Kultur – den Tabakanbau in der Pfalz. Mit seinen Kameras hält er den Jahreskreislauf des Tabaks fest. Die brillanten Fotos geben nicht nur Einblick in den Zyklus von Anbau, Ernte und Verarbeitung, sondern eröffnen auch einen Blick in die Geschichte des Tabaks. Ab 1. März zeigt das Museum Herxheim eine Auswahl dieser Bilder in seiner neuen Sonderausstellung.

„Vor über 30 Jahren kam ich in der Pfalz,“ sagt Sattler, „und obwohl ich mit der Landwirtschaft allgemein und mit dem Tabakanbau im Speziellen nichts zu tun hatte, bemerkte ich sehr schnell, wie diese Kultur den Ablauf eines Jahres im Dorf prägte: Im Winter die Verwiegungen unter Zollaufsicht, nach kurzem Luftholen bereits wieder die Anzucht, das Setzen, Brechen, Aufhängen, Abhängen, Sortieren, Verwiegen …“

Diesen Ablauf über das ganze Jahr dokumentiert die Ausstellung seiner Fotos. Sie ist eine Hommage und macht Lust den Tabakanbau und die damit verwurzelten Menschen vor Ort in der Südpfalz kennen zu lernen.

Neben den hervorragenden Fotos zeigt die Ausstellung auch Exponate aus den Sammlungen in Schwegenheim, Rödersheim-Gronau und Herxheim – Typisches wie Zigarrenformen ebenso wie Einzigartiges wie kleine Tabakschneidemaschinen „Marke Eigenbau".

So entsteht ein farbiges Bild von Geschichte und Gegenwart eines typischen südpfälzer Lebensbereiches.

Vernissage am Sonntag, 1. März, ab 11 Uhr im Museum Herxheim

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