Der Mensch und die Jagd

Pfeilspitzen aus Feuerstein
Vier Pfeilspitzen aus Feuerstein aus Herxheim ((c) GDKE, Direktion Landesarchäologie Speyer).

Auch wenn die Jagd mit dem Opens internal link in current windowAufkommen von Ackerbau und Viehzucht an Bedeutung verlor, spielte sie auch für die Opens internal link in current windowBandkeramiker eine Rolle. Von Wildtieren werden in bandkeramischen Siedlungen aber nur wenige Knochen gefunden, sie machen meist weniger als 10% der Säugetierknochen aus.

Jagdbeute waren vor allem Hirsche, Rehe, Wildschweine, Auerochsen, Biber, Füchse und Marder. Bären und Wölfe erlegte man eher selten. Außerdem wurden Muscheln gesammelt und Fische gefangen mit Netzen, Angelschnur und -haken oder Harpunen.

Neben dem Fleischertrag lieferte die Jagdbeute auch Rohstoffe wie Fell und Geweih. Selbst eine gesellschaftliche Bedeutung der Jagd ist nicht auszuschließen. Dafür spricht, dass die Bandkeramiker ihren Toten oft Tierzahnanhänger, beispielsweise aus Hirschzähnen, mit ins Opens internal link in current windowGrab legten.

Pfeil und Bogen dürften schon seit ihrer Erfindung vor ca. 12.000 Jahren eine wichtige Jagdwaffe gewesen sein. Bögen stellte man aus Ulmen- und später aus Eibenholz her, Pfeilschäfte vor allem aus dem Holz von Kiefern, Birken oder Hasel. Ötzi hatte seine Pfeilschäfte aus Ästen vom Wolligen Schneeball geschnitzt (um 3300 v. Chr.). Die Pfeilspitzen bestanden aus Feuerstein, Knochen, Geweih oder Holz und wurden mit Birkenpech und Tiersehnen befestigt. Außerdem besaßen die Pfeile eine Befiederung, damit sie stabil und gleichmäßig fliegen.